Neben dem Training Vollzeit arbeiten gehen oder nur auf einem Viertel des Platzes trainieren dürfen. Was nach Regionalliga-Verhältnissen klingt, ist Alltag für Profifußballerinnen in der ersten Schweizer Liga.

Wenn Leandra Flury zum Training fährt, stinkt es in ihrem Auto. Sie lagert dort ihre Fußballschuhe.
Die 26-Jährige ist Profifußballerin in der Schweizer Super League (AWSL). In erster Linie arbeitet Flury jedoch in einem 80-Prozent-Job. Danach ist sie Vollprofi.
Und zu diesem Dasein gehört es eben, dass sie immer ihre Fußballschuhe im Auto hat, nur so schafft sie es von der Arbeit direkt zum Training. »Wenn dann die Trainingszeiten noch so gesetzt werden, dass wir arbeitstätigen Spielerinnen gar nicht mehr zu den Trainings gehen können, dann glaube ich, versagt das System«, sagt Flury.
So wie Flury geht es der Mehrheit der Spielerinnen in der Schweiz.